- Fragestellung
- Braucht ein Sattelzug mit 40 Tonnen im täglichen Speditionsbetrieb weniger Kraftstoff, und muss der Motor für dieselbe Aufgabe weniger arbeiten, wenn das System verbaut ist?
- Prüfobjekt
- Ein Volvo Sattelzug mit 40 Tonnen Gesamtgewicht im laufenden Speditionsbetrieb.
- Prüfer
- Günter Heimen, damals bei Volvo, gemeinsam mit dem Fahrzeugbetreiber und dem Fahrer.
- Datum
- Nicht dokumentiert.
- Methodik
- Der Fahrer hat über zwei Zeiträume mitgeschrieben, was das Fahrzeug tatsächlich verbraucht, 80.568 Kilometer zum Vergleich und 96.767 Kilometer mit dem System, auf denselben Strecken, mit derselben Ladung und demselben Fahrer. Zusätzlich wurden am selben Fahrzeug einzelne Fahrsituationen dokumentiert: die Motorlast bei konstant 65 km/h im 11. Gang, einmal in der Ebene und einmal an einer leichten Steigung, die Zeit für die Beschleunigung von 900 auf 1600 Umdrehungen im 11. Gang und die Zahl der Gangwechsel bei Vollbeschleunigung von 0 auf 80 km/h.
- Bedingungen
- Gefahren wurde mit 40 Tonnen im Alltagsbetrieb. Wetter, Ladung und Streckenwahl lassen sich dabei nicht so konstant halten wie auf einem Prüfstand, und sie sind in der Unterlage nicht einzeln festgehalten. An dem Fahrzeug war zeitweise zusätzlich ein weiteres System verbaut, bei den Gangwechseln ist dieser Fall getrennt dokumentiert. Die vollständigen Randbedingungen stehen im Originalbericht unten auf dieser Seite.
- Ergebnis
- Der Verbrauch geht im Mittel über die gesamte Laufleistung von 33,72 auf 31,42 Liter je 100 Kilometer zurück, das sind 6,8 Prozent. Die Motorlast bei konstant 65 km/h sinkt an der leichten Steigung von 76 auf 70 Prozent und in der Ebene von 49 auf 45 Prozent. Die Beschleunigung von 900 auf 1600 Umdrehungen im 11. Gang dauert 26,70 statt 28,50 Sekunden. Bei Vollbeschleunigung von 0 auf 80 km/h sind sieben statt zehn Gangwechsel nötig, also 30 Prozent weniger.
- Grenzen
- Das ist eine Langzeitauswertung aus dem Realbetrieb und kein Labortest. Die Werte stammen von einem Fahrzeug, einem Fahrer und einem Einsatzprofil, deshalb lässt sich daraus keine feste Ersparnis für ein anderes Fahrzeug ableiten, sondern nur eine Richtung. Eine im Originalbericht zusätzlich genannte Gesamtliterzahl geben wir bewusst nicht wieder, weil sie rechnerisch nicht exakt zum Durchschnittswert passt. Weil zeitweise ein weiteres System verbaut war, lässt sich nicht jeder Wert allein unserer Technologie zuordnen.
- Originalquelle
- Die sechsseitige Originalunterlage, unten auf dieser Seite, zusätzlich als PDF.