- Fragestellung
- Verteilt sich die Schwingungsenergie eines Nutzfahrzeugbauteils im Windkanal anders über die Frequenzen, wenn das Bauteil behandelt ist?
- Prüfobjekt
- Nutzfahrzeugbauteile im Windkanal, jeweils unbehandelt und behandelt, dazu eine Placebo-Variante als Kontrolle.
- Prüfer
- Die Windkanalversuche stammen von Prof. Ralph Pütz. Die Frequenzanalyse, aus der die Zahlen auf dieser Seite stammen, ist eine eigene, spätere Auswertung der Snipptec Entwicklung.
- Datum
- Die Versuche wurden 2019 im Vortrag MSWE gezeigt. Wann die Frequenzanalyse gerechnet wurde, ist nicht dokumentiert.
- Methodik
- Grundlage der Zahlen ist die Tonspur der Versuche. Verglichen wurden zwei Abschnitte derselben Aufnahme, acht bis sechzehn Sekunden ohne System und achtzehn bis achtundzwanzig Sekunden mit System. Ausgewertet wurden der Energieanteil einzelner Frequenzbänder, die spektrale Flachheit, der Schwerpunkt des Spektrums und die Grenze, unterhalb der 85 Prozent der Energie liegen.
- Bedingungen
- Mikrofon, Aufnahmeposition und Nachbearbeitung sind nicht kontrolliert, ein Messdatenexport aus dem Windkanal liegt nicht vor. Für den Vergleich zweier Abschnitte derselben Aufnahme reicht das, für absolute Werte nicht. Der Versuchsaufbau selbst steht in den Originalfolien unten auf dieser Seite.
- Ergebnis
- Der Energieanteil im Band von 350 bis 450 Hertz geht von 64,6 auf 22,9 Prozent zurück. Im Band von 200 bis 350 Hertz steigt er von 13,3 auf 27,0 Prozent, im Band von 450 bis 800 Hertz von 13,8 auf 23,3 Prozent. Die spektrale Flachheit steigt von 0,148 auf 0,381. Der Schwerpunkt des Spektrums verschiebt sich von 442 auf 564 Hertz, die Grenze für 85 Prozent der Energie von 496 auf 954 Hertz. Die dominante Frequenz um 390 Hertz bleibt dabei praktisch gleich, sie dominiert nur nicht mehr.
- Grenzen
- Der Luftwiderstand wurde hier nicht gemessen, aus der Verteilung der Schwingungsenergie lässt sich weder ein cw-Wert noch eine Verbrauchsersparnis ableiten. Die Frequenzanalyse war nicht Teil des damaligen Versuchs, sondern ist eine spätere eigene Auswertung. Die Erklärung, warum sich die Energie umverteilt, ist eine Arbeitshypothese aus der Entwicklung und kein gesicherter Mechanismus. Weil die Grundlage eine Tonaufnahme ist, taugen die Werte nur zum Vergleich der beiden Abschnitte und nicht als absolute Messwerte.
- Originalquelle
- Fünf Originalfolien aus dem Vortrag von Prof. Pütz, unten auf dieser Seite, dazu der vollständige Vortrag als PDF. Die Nutzungsrechte am Vortrag sind noch zu klären.