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Nachweis · Nutzfahrzeuge

Evidenzstufe A, Unabhängige Prüfung

GTÜ-Versuchsprotokoll,
der belastbarste Test im Archiv.

Ein Prüfingenieur einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation, eine kalibrierte Messanlage, zwanzig Läufe in beide Richtungen an zwei Tagen mit fast identischen Bedingungen. Unterschrieben und mit allen Einzelwerten.

Fahrzeug
Mercedes-Benz Actros
Sattelzugmaschine, EZ 15.06.2021
Prüfer
Dipl. Ing. Sven Horakh
technischer Dienst der GTÜ
Ort und Termin
Flugplatz Vilshofen
21. und 22. Juli 2021
Messtechnik
Kalibrierte Racelogic VBOX
Ausrollen von 30 km/h bis Stillstand

+5,42 %

längere Ausrollstrecke

Arithmetisches Mittel über beide Fahrtrichtungen, zwanzig Läufe insgesamt. So steht es im Protokoll.

20 Läufe

in beide Richtungen

Zehn ohne und zehn mit System, je fünf in jede Richtung. Damit fällt ein Gefälle oder eine Windrichtung heraus.

amtlich anerkannt

Prüfingenieur einer Überwachungsorganisation

Der einzige Test im Archiv, der von einem unterschriftsberechtigten Prüfingenieur protokolliert wurde.

Was gemessen wurde

Auf dem Flugfeld des Flugplatzes Vilshofen wurde eine zweiachsige Mercedes-Benz Actros Sattelzugmaschine auf 30 km/h beschleunigt und dann ohne Antrieb ausrollen lassen. Gemessen wurde die Strecke bis zum Stillstand, mit einer kalibrierten Racelogic VBOX. Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchte wurden mit einem kalibrierten Universalmessgerät erfasst.

Am 21. Juli lief die erste Versuchsreihe ohne System, am 22. Juli die zweite mit Konvertern. In beiden Reihen wurden zehn Läufe gefahren, die ungeraden in die eine und die geraden in die andere Richtung.

Warum das der sauberste Aufbau im ganzen Archiv ist. Fünf Läufe je Richtung und Zustand, alle zwanzig Einzelwerte im Protokoll aufgeführt. Ein Gefälle auf der Bahn oder eine Windrichtung wirkt in der einen Richtung mit und in der anderen gegen das Fahrzeug und fällt damit aus dem Mittel heraus.

Der Prüfingenieur rechnet im Protokoll 3,68 Prozent für die eine und 7,16 Prozent für die andere Richtung, im Mittel 5,42 Prozent längere Ausrollstrecke.

Eine kleine Anmerkung in eigener Sache. Wir haben die zehn Einzelwerte der ersten Reihe nachgerechnet und kommen für Richtung 1 auf 377,26 statt 376,75 Meter. Am Ergebnis ändert das nichts, aber es soll hier stehen.

Ausrollstrecke von 30 km/h bis zum Stillstand

Meter, Mittel aus je fünf Läufen. Weiter bedeutet weniger Widerstand.

Serienfahrzeug Mit Konvertern

Richtung 1

Serienfahrzeug
376,75 m
Mit Konvertern
390,62 m

Gegenrichtung

Serienfahrzeug
422,67 m
Mit Konvertern
452,96 m
Derselbe Unterschied in Prozent

Ausrollstrecke als Index, Serienfahrzeug gleich 100. Höher ist weiter.

Serienfahrzeug Mit Konvertern

Richtung 1

Serienfahrzeug
100
Mit Konvertern
103,7

Gegenrichtung

Serienfahrzeug
100
Mit Konvertern
107,2
Die Bedingungen an beiden Tagen

Temperatur in Zehntelgrad und Luftdruck in Hektopascal. Je näher beieinander, desto vergleichbarer die Messung.

Serienfahrzeug Mit Konvertern

Lufttemperatur

Serienfahrzeug
15,3 °C
Mit Konvertern
16,0 °C

Luftdruck

Serienfahrzeug
986,1 hPa
Mit Konvertern
986,3 hPa

Wie diese Zahlen einzuordnen sind

Die Prozentzahl gilt für die Ausrollstrecke, nicht für den Kraftstoff. Das Protokoll schließt mit dem Satz, dass sich daraus eine Kraftstoffersparnis von etwa fünf bis sechs Prozent erwarten lässt. Das ist eine begründete Erwartung des Ingenieurs, keine Messung. Verbrauch wurde bei diesem Versuch nicht gemessen.

Die beiden Reihen liegen einen Tag auseinander. Die Bedingungen waren mit 15,3 gegen 16,0 Grad und 986,1 gegen 986,3 Hektopascal sehr nah beieinander, aber es ist eben nicht derselbe Tag. Das ist die einzige nennenswerte Schwäche dieses Aufbaus.

Die beiden Richtungen unterscheiden sich deutlich. 3,7 gegen 7,2 Prozent, das ist fast der doppelte Wert. Die Streuung zwischen den Richtungen ist größer, als eine glatte Mittelwertangabe vermuten lässt.

Das System trägt hier einen anderen Namen. Im Protokoll steht ViCo Systems GmbH. Für Snipptec war Peter Kruse bei der Messung anwesend. Es ist dieselbe technologische Grundlage unter einer anderen Firmierung, und wir schreiben das hier hin, statt den Namen stillschweigend auszutauschen.

Ein Fahrzeug, ein Flugplatz, zwei Tage.

SH
Dipl. Ing. Sven Horakh

die Prüfer GmbH, Prüfingenieur einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation

Das Protokoll wurde von einem unterschriftsberechtigten Prüfingenieur des technischen Dienstes der GTÜ erstellt und unterschrieben. Anwesend waren außerdem Vertreter von Mercedes-Benz, ViCo, EFFETTO, der Paul Group und Snipptec.

Dieselbe Technologie, andere Anwendung

Die Werte oben gelten für eine Sattelzugmaschine auf einem Flugfeld. Dieselbe Grundlage wurde auch an Reifen, Flotten und Maschinen gemessen. Die Werte sind untereinander nicht übertragbar.

Einordnung

So ist dieser Test einzuordnen.

Jede Testseite folgt demselben Raster. Damit lässt sich auf einen Blick vergleichen, wie belastbar ein Ergebnis ist, ohne dass man den ganzen Bericht lesen muss.

Fragestellung
Rollt eine Sattelzugmaschine mit eingebauten Konvertern weiter aus als dieselbe Zugmaschine im Serienzustand?
Prüfobjekt
Eine zweiachsige Mercedes-Benz Actros Sattelzugmaschine mit Erstzulassung 15.06.2021.
Prüfer
Dipl. Ing. Sven Horakh, Prüfingenieur des technischen Dienstes der GTÜ, also einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation.
Datum
21. und 22. Juli 2021.
Methodik
Ausrollversuch auf dem Flugfeld des Flugplatzes Vilshofen. Das Fahrzeug wurde auf 30 km/h beschleunigt und dann ohne Antrieb bis zum Stillstand ausgerollt. Gemessen wurde die Ausrollstrecke mit einer kalibrierten Racelogic VBOX. Insgesamt zwanzig Läufe, zehn ohne und zehn mit Konvertern, davon je fünf in jede Fahrtrichtung.
Bedingungen
Lufttemperatur 15,3 Grad am ersten und 16,0 Grad am zweiten Tag, Luftdruck 986,1 gegen 986,3 Hektopascal, erfasst mit einem kalibrierten Universalmessgerät. Die beiden Versuchsreihen liegen einen Tag auseinander, es ist also nicht derselbe Tag.
Ergebnis
In Richtung 1 stieg die Ausrollstrecke von 376,75 auf 390,62 Meter, in der Gegenrichtung von 422,67 auf 452,96 Meter. Das sind 3,68 Prozent in der einen und 7,16 Prozent in der anderen Richtung, im Mittel 5,42 Prozent. Die beiden Richtungen liegen damit fast um den Faktor zwei auseinander, die Streuung ist also größer, als der glatte Mittelwert vermuten lässt. Beim Nachrechnen der ersten Reihe kommen wir für Richtung 1 auf 377,26 statt 376,75 Meter.
Grenzen
Gemessen wurde die Ausrollstrecke, nicht der Kraftstoffverbrauch. Die im Protokoll genannte Erwartung von etwa fünf bis sechs Prozent Ersparnis ist eine Einschätzung des Ingenieurs und keine Messung. Die Werte gelten für dieses eine Fahrzeug auf diesem Flugfeld an diesen beiden Tagen und lassen sich nicht auf andere Fahrzeuge, andere Strecken oder den Verbrauch im Alltag übertragen.
Originalquelle
Originalbericht, unten auf dieser Seite. Das vollständige Protokoll umfasst 30 Seiten mit sämtlichen Einzelwerten und Anlagen.

Der Beleg

Das Versuchsprotokoll

Die ersten sechs Seiten des Protokolls, unverändert. Die vollständige Datei enthält dazu 24 Seiten Anlagen mit den Rohaufzeichnungen jedes einzelnen Laufs.

Versuchsprotokoll ansehen 6 Seiten, unverändert AufklappenZuklappen
Versuchsprotokoll ansehen, Seite 1
Themenangabe, Versuchsaufbau und die anwesenden Personen
Versuchsprotokoll ansehen, Seite 2
Das Versuchsobjekt und die verwendete Messtechnik
Versuchsprotokoll ansehen, Seite 3
Erste Versuchsreihe ohne System, alle zehn Einzelwerte
Versuchsprotokoll ansehen, Seite 4
Zweite Versuchsreihe mit System und die Auswertung
Versuchsprotokoll ansehen, Seite 5
Schlussbemerkung und Unterschrift des Prüfingenieurs
Versuchsprotokoll ansehen, Seite 6
Übersicht des Flugplatzes mit beiden Ausrollrichtungen

Das komplette Protokoll mit allen 30 Seiten und sämtlichen Anlagen, rund 4 MB.

Vollständiges Protokoll öffnen

Der nächste Schritt

Wenn es belastbar sein muss.

Für Flotten, bei denen eine Investition begründet werden muss, ist das hier das Format: ein unabhängiger Prüfingenieur, kalibrierte Technik und jeder Einzelwert im Protokoll. Wir organisieren so eine Messung mit Ihrem Fahrzeug.