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Nachweis · Reifen

Evidenzstufe C, Eigener kontrollierter Versuch

King Meiler,
drei Stufen der Integration.

Der Test, der die Frage beantwortet, ob es reicht, etwas auf den Reifen zu kleben. Die Antwort steht in den Zahlen: es wirkt, aber deutlich weniger als wenn das Material im Reifen selbst sitzt.

Fahrzeug
Ford Focus
Serienzustand
Testfahrer
Dieter Meier
und Peter Kruse
Strecke
Westenholz bis Mastholte Süd
in beide Richtungen
Gemessen
Fahrdynamik nach Testfahrerurteil
und Ausrollverhalten mit VBOX

8,2

Kurvengrip in Stufe 3

Der unbehandelte Reifensatz kommt auf 7,2. Bewertung der Testfahrer auf trockener Fahrbahn.

8 bis 9 km/h

schneller im Kurvenscheitel

Angabe der Testfahrer für Stufe 3, gegenüber demselben Reifensatz ohne Behandlung.

3 Stufen

aufkleben, einarbeiten, ganzer Reifen

Je tiefer die Technologie im Reifen sitzt, desto deutlicher fällt das Urteil aus.

Was gemessen wurde

Ein Ford Focus, ein Reifensatz, drei Zustände. Zuerst wurde der unbehandelte Reifen gefahren und bewertet, subjektiv durch die Testfahrer und objektiv über eine Ausrollmessung mit VBOX. Danach wurde derselbe Reifensatz in drei Stufen behandelt und jedes Mal erneut gefahren.

Stufe 1: Konverter werden auf eine Seitenwand geklebt. Stufe 2: das Material wird in der Produktion in die Seitenwand eingearbeitet. Stufe 3: der komplette Reifen wird mit dem Pulver behandelt.

Die Ausrollmessung lief als Verzögerungstest von 30 km/h bis zum Stillstand, auf demselben Streckenabschnitt zwischen Westenholz und Mastholte Süd, in beide Richtungen.

Warum dieser Test wichtig ist. Er beantwortet die Frage nach der Einbautiefe. Aufkleben wirkt, das zeigen die Zahlen. Aber der Sprung von 7,2 auf 8,2 im Kurvengrip kommt erst, wenn der ganze Reifen behandelt ist.

Kurvengrip, die ersten beiden Stufen

Bewertung der Testfahrer auf trockener Fahrbahn, Skala bis 10. Höher ist besser.

Ohne System Mit Snipptec

Stufe 1, Konverter auf einer Seitenwand aufgeklebt

Ohne System
7,2
Mit Snipptec
7,8

Stufe 2, Pulver in die Seitenwand eingearbeitet

Ohne System
7,2
Mit Snipptec
7,9
Stufe 3, der komplette Reifen behandelt

Dieselbe Skala. Die stärkste Stufe im Test.

Ohne System Mit Snipptec

Kurvengrip auf trockener Fahrbahn

Ohne System
7,2
Mit Snipptec
8,2

Stabilität nach dem Einlenken

Ohne System
6,5
Mit Snipptec
8,0
Wo es nicht nur nach oben geht

Zwei Werte, die den Test ehrlich machen. Skala bis 10.

Ohne System Mit Snipptec

Ansprechen beim Einlenken, Stufe 1

Ohne System
7,8
Mit Snipptec
7,6

Unwucht des Reifens, Stufe 2

Ohne System
5,8
Mit Snipptec
6,8

Wie diese Zahlen einzuordnen sind

Die Noten sind Urteile von Menschen, keine Messwerte. Zwei Testfahrer haben nach dem internationalen Standard bewertet. Das ist ein anerkanntes Verfahren in der Reifenentwicklung, aber es bleibt eine Bewertung und kein Zahlenwert aus einem Messgerät.

Aus den VBOX-Grafiken haben wir bewusst keine Prozentwerte abgeleitet. Uns liegen die Bildschirmfotos vor, nicht die Rohdaten. Aus einem Screenshot Meterwerte abzulesen und daraus Prozente zu rechnen, sähe genauer aus als es ist. Deshalb steht hier nur: das Ausrollverhalten verändert sich in jeder Stufe sichtbar.

Nicht alles wird besser. Das Ansprechen beim Einlenken fällt in Stufe 1 von 7,8 auf 7,6, das Fahrzeug reagiert etwas weicher. Und die Testfahrer notieren zu Stufe 3 ausdrücklich, dass der behandelte Reifen optisch problematisch aussieht.

Die Datierung ist nicht eindeutig. Der Fußzeilenvermerk der Präsentation nennt 2014, die VBOX-Bildschirmfotos zeigen Mai 2018. Wir nennen deshalb kein Testjahr.

Ein Fahrzeug, ein Reifensatz, eine Strecke. Ob das an einem anderen Reifen genauso ausfällt, sagt dieser Test nicht.

DM
Dieter Meier und Peter Kruse

Testfahrer, Fahrdynamikbewertung

Beide Fahrer haben alle vier Zustände gefahren und einzeln bewertet. Wer bewertet, gehört auf die Seite.

Dieselbe Technologie, andere Anwendung

Die Bewertungen oben gelten für einen Reifensatz an einem Ford Focus. Dieselbe Grundlage wurde auch an Nutzfahrzeugen und im Labor gemessen. Die Werte sind untereinander nicht übertragbar.

Einordnung

So ist dieser Test einzuordnen.

Jede Testseite folgt demselben Raster. Damit lässt sich auf einen Blick vergleichen, wie belastbar ein Ergebnis ist, ohne dass man den ganzen Bericht lesen muss.

Fragestellung
Wie stark wirkt die Technologie, je nachdem wie tief sie im Reifen sitzt, also aufgeklebt, in die Seitenwand eingearbeitet oder im ganzen Reifen?
Prüfobjekt
Ein Ford Focus im Serienzustand mit einem Reifensatz King Meiler, derselbe Satz in vier Zuständen.
Prüfer
Die Testfahrer Dieter Meier und Peter Kruse. Peter Kruse gehört zu Snipptec, die Bewertung ist damit nicht von außen geprüft.
Datum
Nicht dokumentiert. Die Fußzeile der Präsentation nennt 2014, die Bildschirmfotos der VBOX zeigen Mai 2018. Ein Testjahr wird deshalb nicht angegeben.
Methodik
Zuerst wurde der unbehandelte Reifensatz gefahren und bewertet, subjektiv durch die beiden Testfahrer nach dem internationalen Standard der Fahrdynamikbewertung und objektiv über eine Ausrollmessung mit VBOX. Danach wurde derselbe Satz in drei Stufen behandelt und jedes Mal erneut gefahren. Stufe 1 Konverter auf eine Seitenwand geklebt, Stufe 2 Pulver in der Produktion in die Seitenwand eingearbeitet, Stufe 3 der komplette Reifen behandelt. Die Ausrollmessung lief als Verzögerungstest von 30 km/h bis zum Stillstand.
Bedingungen
Gefahren wurde auf trockener Fahrbahn auf dem Streckenabschnitt zwischen Westenholz und Mastholte Süd, in beide Richtungen. Angaben zu Temperatur, Reifendruck und Anzahl der Läufe fehlen. Die vollständigen Randbedingungen stehen im Originalbericht unten auf dieser Seite.
Ergebnis
Der Kurvengrip auf trockener Fahrbahn stieg von 7,2 auf 7,8 in Stufe 1, auf 7,9 in Stufe 2 und auf 8,2 in Stufe 3. Die Stabilität nach dem Einlenken stieg in Stufe 3 von 6,5 auf 8,0. Für Stufe 3 geben die Testfahrer außerdem 8 bis 9 km/h mehr im Kurvenscheitel an. Nicht alles wird besser: Das Ansprechen beim Einlenken fällt in Stufe 1 von 7,8 auf 7,6, das Fahrzeug reagiert also weicher. Die Note für die Unwucht des Reifens liegt in Stufe 2 bei 6,8 gegenüber 5,8 und bleibt damit die schwächste Note im ganzen Test. Zu Stufe 3 notieren die Testfahrer ausdrücklich, dass der behandelte Reifen optisch problematisch aussieht.
Grenzen
Die Noten sind Urteile von Menschen und keine Messwerte aus einem Gerät. Aus den VBOX-Grafiken lassen sich keine Prozentwerte ableiten, weil nur Bildschirmfotos und nicht die Rohdaten vorliegen. Der Test sagt nichts darüber, wie das Ergebnis an einem anderen Reifen, an einem anderen Fahrzeug oder auf nasser Fahrbahn ausfällt, und ein Verbrauchswert lässt sich daraus nicht ableiten.
Originalquelle
Originalbericht, unten auf dieser Seite. Alle neun Seiten der Testauswertung liegen dort unverändert.

Der Beleg

Die Originalunterlagen

Alle neun Seiten der Testauswertung, unverändert. Die Noten auf dieser Seite stehen dort Zeile für Zeile, samt der Anmerkungen der Testfahrer.

Originalunterlagen ansehen 9 Seiten, unverändert AufklappenZuklappen
Originalunterlagen ansehen, Seite 1
Titelseite der Auswertung
Originalunterlagen ansehen, Seite 2
Zielsetzung, Fahrzeug und Vorgehensweise
Originalunterlagen ansehen, Seite 3
Die drei Teststufen im Überblick
Originalunterlagen ansehen, Seite 4
Stufe 1, Bewertung im Vergleich zum Ausgangsreifen
Originalunterlagen ansehen, Seite 5
Stufe 1, Ausrollmessung mit VBOX
Originalunterlagen ansehen, Seite 6
Stufe 2, Bewertung
Originalunterlagen ansehen, Seite 7
Stufe 2, Ausrollmessung mit VBOX
Originalunterlagen ansehen, Seite 8
Stufe 3, Bewertung
Originalunterlagen ansehen, Seite 9
Stufe 3, Ausrollmessung mit VBOX

Die neun Originalseiten in einer Datei, rund 1,2 MB.

Alle Seiten als PDF

Der nächste Schritt

Einarbeiten statt aufkleben.

Für Reifenhersteller ist die interessante Stufe nicht das Aufkleben, sondern die Integration in der Produktion. Dazu begleiten wir eine eigene Testreihe mit Ihrer Mischung und Ihrem Prüfverfahren.