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Nachweis · Motorrad

Evidenzstufe E, Anwendererfahrung

Fahrwerk Model C,
ein Bauteil verändert.

Dasselbe Motorrad, dieselben Streckenabschnitte, nur der Hinterraddämpfer behandelt. Der Tester beschreibt den Ausgangszustand als nicht akzeptabel und das Motorrad danach als deutlich besser.

Fahrzeug
Motorrad Model C
intern R7100
Verändert
Nur der Hinterraddämpfer
Vordergabel unverändert
Messtechnik
MoTeC
Kalenderwoche 21, 2019
Fahrzustände
Belgisches Pflaster, Steine, Wellen,
langsame und schnelle Kurve

5

definierte Fahrzustände

Dasselbe Motorrad, dieselben Streckenabschnitte, einmal ohne und einmal mit behandeltem Dämpfer.

1

verändertes Bauteil

Nur der hintere Dämpfer wurde behandelt. Alles andere blieb gleich.

auch vorn

verändert sich die Verteilung

Obwohl nur hinten eingegriffen wurde, ändern sich auch die Werte an der Vordergabel.

Was gemessen wurde

Reino Race Consulting hat ein Motorrad mit der Bezeichnung Model C, intern R7100, mit MoTeC-Messtechnik über fünf definierte Fahrzustände gefahren: belgisches Pflaster, Steine, Wellen, langsame Kurve und schnelle Kurve. Danach wurde der hintere Stoßdämpfer behandelt und dieselbe Runde erneut gefahren.

Aufgezeichnet wurde, wie sich die Federwege über die Zeit verteilen, getrennt nach Druck- und Zugstufe und nach niedriger und hoher Geschwindigkeit. Das Ergebnis ist eine Verteilung, kein einzelner Kennwert.

Die schriftliche Bewertung des Testers. Auf den Steinen beschreibt er das Heck als deutlich feinfühliger, die Reaktionen des Dämpfers als glatter und die Balance zwischen Druck- und Zugstufe bei hoher Geschwindigkeit als besser ausgeglichen. In der Zusammenfassung steht der Satz, dass der behandelte Dämpfer das Motorrad sehr viel besser gemacht hat und der Zustand davor nicht akzeptabel war.

Ein Nebenbefund. Obwohl nur hinten eingegriffen wurde, verändern sich auch die Verteilungen an der Vordergabel. Der Tester merkt zugleich an, dass die Gabel selbst zu straff war und ein dünneres Öl brauchte.

Druckstufe hinten, niedrige Geschwindigkeit

Anteil aller Messwerte im jeweiligen Bereich, in Prozent. Ein höherer Wert heißt mehr Messwerte dort, nicht automatisch besser.

Ohne Behandlung Mit behandeltem Dämpfer

Belgisches Pflaster

Ohne Behandlung
rund 36,8 %
Mit behandeltem Dämpfer
rund 32,2 %

Langsame Kurve

Ohne Behandlung
rund 19,5 %
Mit behandeltem Dämpfer
rund 24,3 %
Zugstufe hinten, niedrige Geschwindigkeit

Dieselbe Größe, Anteil aller Messwerte in Prozent. Auch hier gilt: mehr ist nicht gleich besser.

Ohne Behandlung Mit behandeltem Dämpfer

Schnelle Kurve

Ohne Behandlung
rund 35,3 %
Mit behandeltem Dämpfer
rund 23,6 %

Belgisches Pflaster

Ohne Behandlung
rund 23,4 %
Mit behandeltem Dämpfer
rund 25,4 %

Wie diese Zahlen einzuordnen sind

Die Prozentwerte sind Anteile, keine Dämpfungswerte. Sie sagen, wie viele der gemessenen Werte in einem bestimmten Bereich lagen. Ein höherer Anteil ist nicht automatisch besser und ein niedrigerer nicht automatisch schlechter. Wer daraus eine prozentuale Verbesserung der Dämpfung macht, liest etwas hinein, das nicht dasteht.

Die eigentliche Bewertung ist die des Testers. Die Verteilungen zeigen, dass sich etwas verändert hat. Ob diese Veränderung gut ist, steht in seiner schriftlichen Einschätzung, und das ist ein Urteil, kein Messwert.

Die Werte sind aus den Diagrammen abgelesen. Uns liegt die Präsentation vor, nicht die MoTeC-Rohdaten.

Die Vordergabel war ein eigener Baustellenpunkt. Sie brauchte ohnehin ein anderes Öl. Was an der Gabel Behandlung und was Abstimmungsbedarf ist, trennt die Unterlage nicht.

Ein Motorrad, ein Aufbau, eine Woche im Mai 2019.

RE
Reino Eskelinen

Reino Race Consulting, Messung und Bewertung

Die Messungen und die Bewertung stammen von einem externen Mess- und Entwicklungspartner. Wer misst und urteilt, gehört auf die Seite.

Dieselbe Technologie, andere Anwendung

Die Werte oben gelten für ein Motorrad mit einem behandelten Dämpfer. Dieselbe Grundlage wurde auch an Rahmen, Bauteilen und Sportgeräten gemessen. Die Werte sind untereinander nicht übertragbar.

Einordnung

So ist dieser Test einzuordnen.

Jede Testseite folgt demselben Raster. Damit lässt sich auf einen Blick vergleichen, wie belastbar ein Ergebnis ist, ohne dass man den ganzen Bericht lesen muss.

Fragestellung
Verändert sich das Fahrwerksverhalten eines Motorrads, wenn allein der Hinterraddämpfer behandelt wird, und wie beurteilt der Tester diese Veränderung?
Prüfobjekt
Ein Motorrad mit der Bezeichnung Model C, intern R7100. Behandelt wurde ausschließlich der hintere Stoßdämpfer, die Vordergabel blieb unverändert.
Prüfer
Reino Eskelinen, Reino Race Consulting. Messung und Bewertung stammen von einem externen Mess- und Entwicklungspartner, die abschließende Beurteilung ist die Einschätzung dieser einen Person.
Datum
Kalenderwoche 21 im Jahr 2019.
Methodik
Aufzeichnung mit MoTeC-Messtechnik über fünf definierte Fahrzustände, nämlich belgisches Pflaster, Steine, Wellen, langsame Kurve und schnelle Kurve. Dieselbe Runde wurde einmal vor und einmal nach der Behandlung des Dämpfers gefahren. Ausgewertet wurde, wie sich die Federwege über die Zeit verteilen, getrennt nach Druck- und Zugstufe sowie nach niedriger und hoher Geschwindigkeit. Ergebnis ist eine Verteilung in Prozent, kein einzelner Kennwert.
Bedingungen
Dasselbe Motorrad, dieselben Streckenabschnitte, ein Aufbau innerhalb einer Woche im Mai 2019. Der Tester hält fest, dass die Vordergabel unabhängig davon zu straff war und ein dünneres Öl gebraucht hätte. Die vollständigen Randbedingungen stehen im Originalbericht unten auf dieser Seite.
Ergebnis
Druckstufe hinten bei niedriger Geschwindigkeit: auf belgischem Pflaster verschiebt sich der Anteil von rund 36,8 auf rund 32,2 Prozent, in der langsamen Kurve von rund 19,5 auf rund 24,3 Prozent. Zugstufe hinten bei niedriger Geschwindigkeit: in der schnellen Kurve von rund 35,3 auf rund 23,6 Prozent, auf belgischem Pflaster von rund 23,4 auf rund 25,4 Prozent. Die Verteilungen verschieben sich also in beide Richtungen. Auch an der Vordergabel ändern sich die Verteilungen, obwohl dort nichts verändert wurde. Der Tester beschreibt das Heck als feinfühliger, die Reaktionen als glatter und die Balance bei hoher Geschwindigkeit als besser ausgeglichen und hält fest, dass der Zustand davor nicht akzeptabel war.
Grenzen
Die Prozentwerte sind Anteile der Messwerte, keine Dämpfungswerte. Ein höherer Anteil ist nicht automatisch besser, eine prozentuale Verbesserung der Dämpfung lässt sich daraus nicht ableiten. Dass die Veränderung gut ist, steht nur in der Einschätzung des Testers und ist ein Urteil, kein Messwert. Die Werte sind aus den Diagrammen abgelesen, die MoTeC-Rohdaten liegen uns nicht vor. An der Vordergabel trennt die Unterlage nicht, was auf die Behandlung und was auf den ohnehin bestehenden Abstimmungsbedarf zurückgeht. Es bleibt ein Motorrad in einem Aufbau.
Originalquelle
Die Originalfolien der Analyse liegen unverändert unten auf dieser Seite, samt der Zusammenfassung des Testers im Wortlaut. Die vollständige Präsentation schicken wir auf Anfrage.

Der Beleg

Die Originalfolien

Die Auswertungsfolien aus der Analyse, unverändert. Auf der letzten steht die Bewertung des Testers im Wortlaut.

Originalfolien ansehen 4 Seiten, unverändert AufklappenZuklappen
Originalfolien ansehen, Seite 1
Steine, MoTeC-Auswertung ohne und mit behandeltem Dämpfer
Originalfolien ansehen, Seite 2
Hinterraddämpfer bei niedriger Geschwindigkeit, alle fünf Fahrzustände
Originalfolien ansehen, Seite 3
Langsame Kurve, größerer genutzter Bereich
Originalfolien ansehen, Seite 4
Die Zusammenfassung des Testers, unverändert

Die gezeigten Originalfolien in einer Datei, rund 0,4 MB. Die vollständige Präsentation ist rund 10 MB groß und schicken wir auf Anfrage.

Folien als PDF

Der nächste Schritt

Ein Bauteil ändern und alles messen.

Wer nur ein Teil verändert und danach das ganze Fahrzeug misst, sieht auch, was er nicht erwartet hat. Für Hersteller begleiten wir so eine Messreihe mit Ihrer eigenen Datenaufzeichnung.