- Fragestellung
- Verändert sich das Fahrwerksverhalten eines Motorrads, wenn allein der Hinterraddämpfer behandelt wird, und wie beurteilt der Tester diese Veränderung?
- Prüfobjekt
- Ein Motorrad mit der Bezeichnung Model C, intern R7100. Behandelt wurde ausschließlich der hintere Stoßdämpfer, die Vordergabel blieb unverändert.
- Prüfer
- Reino Eskelinen, Reino Race Consulting. Messung und Bewertung stammen von einem externen Mess- und Entwicklungspartner, die abschließende Beurteilung ist die Einschätzung dieser einen Person.
- Datum
- Kalenderwoche 21 im Jahr 2019.
- Methodik
- Aufzeichnung mit MoTeC-Messtechnik über fünf definierte Fahrzustände, nämlich belgisches Pflaster, Steine, Wellen, langsame Kurve und schnelle Kurve. Dieselbe Runde wurde einmal vor und einmal nach der Behandlung des Dämpfers gefahren. Ausgewertet wurde, wie sich die Federwege über die Zeit verteilen, getrennt nach Druck- und Zugstufe sowie nach niedriger und hoher Geschwindigkeit. Ergebnis ist eine Verteilung in Prozent, kein einzelner Kennwert.
- Bedingungen
- Dasselbe Motorrad, dieselben Streckenabschnitte, ein Aufbau innerhalb einer Woche im Mai 2019. Der Tester hält fest, dass die Vordergabel unabhängig davon zu straff war und ein dünneres Öl gebraucht hätte. Die vollständigen Randbedingungen stehen im Originalbericht unten auf dieser Seite.
- Ergebnis
- Druckstufe hinten bei niedriger Geschwindigkeit: auf belgischem Pflaster verschiebt sich der Anteil von rund 36,8 auf rund 32,2 Prozent, in der langsamen Kurve von rund 19,5 auf rund 24,3 Prozent. Zugstufe hinten bei niedriger Geschwindigkeit: in der schnellen Kurve von rund 35,3 auf rund 23,6 Prozent, auf belgischem Pflaster von rund 23,4 auf rund 25,4 Prozent. Die Verteilungen verschieben sich also in beide Richtungen. Auch an der Vordergabel ändern sich die Verteilungen, obwohl dort nichts verändert wurde. Der Tester beschreibt das Heck als feinfühliger, die Reaktionen als glatter und die Balance bei hoher Geschwindigkeit als besser ausgeglichen und hält fest, dass der Zustand davor nicht akzeptabel war.
- Grenzen
- Die Prozentwerte sind Anteile der Messwerte, keine Dämpfungswerte. Ein höherer Anteil ist nicht automatisch besser, eine prozentuale Verbesserung der Dämpfung lässt sich daraus nicht ableiten. Dass die Veränderung gut ist, steht nur in der Einschätzung des Testers und ist ein Urteil, kein Messwert. Die Werte sind aus den Diagrammen abgelesen, die MoTeC-Rohdaten liegen uns nicht vor. An der Vordergabel trennt die Unterlage nicht, was auf die Behandlung und was auf den ohnehin bestehenden Abstimmungsbedarf zurückgeht. Es bleibt ein Motorrad in einem Aufbau.
- Originalquelle
- Die Originalfolien der Analyse liegen unverändert unten auf dieser Seite, samt der Zusammenfassung des Testers im Wortlaut. Die vollständige Präsentation schicken wir auf Anfrage.